Zentrum für Rheumatologie

Rheuma ist kein einheitliches Krankheitsbild – hinter dem Begriff verbergen sich über 100 verschiedene Erkrankungen, die sich in Verlauf, Ursache und Behandlung teils stark voneinander unterscheiden. Was sie gemeinsam haben: Sie betreffen den Bewegungsapparat, sie verursachen oft lang anhaltende Schmerzen, und sie erfordern eine Abklärung durch Fachpersonen, die das Gesamtbild kennen.

Das Zentrum für Rheumatologie der Schmerzklinik Basel bietet genau das: Erfahrung in der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen, eingebettet in eine Klinik, die auf Schmerzmedizin spezialisiert ist.

Wann zur Rheumatologie?

Nicht jeder Gelenkschmerz braucht sofort einen Rheumatologen. Aber es gibt Zeichen, bei denen eine Abklärung sinnvoll ist, bevor aus einem akuten Befund ein chronisches Problem wird.

Dazu gehören Gelenke, die morgens länger als eine halbe Stunde steif sind. Schwellungen, die ohne Verletzung auftreten. Schmerzen, die wandern, oder die nachts schlimmer werden. Eine unerklärliche Erschöpfung, die sich mit dem Schlaf nicht bessert. Wenn mehrere dieser Zeichen zusammenkommen, ist eine rheumatologische Untersuchung die richtige nächste Schritt.

Was wir behandeln

Entzündliche Gelenkerkrankungen

Rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, Morbus Bechterew und verwandte Erkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Ohne Behandlung führt das zu dauerhaften Gelenkschäden. Die gute Nachricht: Mit modernen Therapien – darunter Biologika und gezielte Basismedikamente – lässt sich der Verlauf bei den meisten Betroffenen heute gut kontrollieren, manchmal auch in eine Remission bringen.

Arthrose

Arthrose entsteht, wenn sich Knorpelgewebe abbaut – ein Prozess, der sich nicht umkehren lässt, aber bremsen und behandeln lässt. An Knie, Hüfte, Händen oder der Wirbelsäule: Wir schauen, was konservativ möglich ist, bevor eine Operation ins Spiel kommt. Oft ist mehr möglich, als Betroffene erwarten.

Osteoporose

Osteoporose verläuft lange ohne Symptome – bis ein Knochen bricht, der bei einem gesunden Menschen gehalten hätte. Eine frühzeitige Diagnose erlaubt es, das Frakturrisiko deutlich zu senken. Wir klären ab, empfehlen eine passende Therapie und beraten zur langfristigen Vorsorge.

Chronische Schmerzsyndrome

Fibromyalgie, Weichteilrheuma, diffuse Beschwerden ohne eindeutigen Strukturbefund: Diese Krankheitsbilder sind diagnostisch anspruchsvoll und werden häufig unterschätzt. In der Schmerzklinik Basel können wir sie interdisziplinär angehen – gemeinsam mit Schmerzmedizin, Neurologie und, wenn nötig, Psychiatrie.

Wie wir vorgehen

Am Anfang steht eine sorgfältige Untersuchung: Krankengeschichte, körperlicher Befund, Laborwerte und Bildgebung – meist Ultraschall, bei Bedarf weitere Verfahren. Ultraschall ist ein Werkzeug, das wir im Zentrum für Rheumatologie intensiv einsetzen, weil er Entzündungen und Strukturveränderungen in Echtzeit sichtbar macht und bei Bedarf auch für gezielte Injektionen genutzt werden kann.

Was daraus folgt, hängt vom Befund ab. Manchen Patienten hilft eine medikamentöse Therapie, anderen eine Kombination aus Gelenkinjektionen und Physiotherapie, anderen wiederum vor allem eine verlässliche Begleitung und regelmässige Kontrollen. Wir erklären, was wir sehen, und besprechen gemeinsam, was als nächstes sinnvoll ist.

Rheumatologie innerhalb einer Schmerzklinik

Rheumatische Erkrankungen sind selten nur ein Fachgebiet. Schmerzen, die lange bestehen, verändern auch die Psyche. Entzündliche Prozesse können neurologische Symptome auslösen. Medikamente brauchen manchmal internistische Begleitung.

In der Schmerzklinik Basel arbeiten Rheumatologie, Schmerzmedizin, Neurologie, Physiotherapie, Psychiatrie und Komplementärmedizin unter einem Dach. Das bedeutet nicht, dass bei jedem Patienten alle Fachbereiche beteiligt sind – aber wenn es nötig wird, funktioniert der Austausch direkt, ohne Wartezeiten zwischen Institutionen.

Was Patientinnen und Patienten häufig fragen

Brauche ich eine Überweisung?

In der Regel ja. In der Schweiz ist für die Konsultation bei einem Spezialisten eine Überweisung durch die Hausärztin oder den Hausarzt nötig. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie uns an – wir klären mit Ihnen, was für Ihre Situation gilt.

Was passiert beim ersten Termin?

Wir nehmen uns Zeit. Neben der körperlichen Untersuchung geht es darum, Ihre Krankengeschichte zu verstehen: Was haben Sie schon abgeklärt, was hat geholfen, was nicht. Je nach Befund veranlassen wir Laboruntersuchungen oder Bildgebung direkt im Anschluss, damit Sie beim nächsten Termin schon Ergebnisse haben.

Ich habe schon viele Abklärungen hinter mir. Lohnt sich das nochmals?

Ja – oft. Besonders wenn die bisherigen Abklärungen keine klare Antwort gebracht haben. Ein anderer Blickwinkel, neue diagnostische Methoden oder die Einbeziehung weiterer Fachbereiche können Ergebnisse liefern, die vorher nicht sichtbar waren.

Termin vereinbaren

Schmerzklinik Basel, Hirschgässlein 11–15, 4010 Basel. 

+41 61 295 89 89


info@schmerzklinik.ch

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